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17. Dezember 2025

Batteriespeicher reduzieren Kosten: Weniger Spitzenlast spart bares Geld

Batteriespeicher – Reduzieren die Stromkosten.
Bild: © Desi/Ai - stock.adobe.com

 

Stromtarife für Unternehmen richten sich bei den sogenannten Leistungsentgelten häufig danach, wie hoch die höchste bezogene Leistung innerhalb eines Abrechnungszeitraums war. Diese Spitze – oder Englisch „Peak“ – ist deshalb so preisrelevant, weil sie einerseits das Netz besonders belastet und andererseits der Stromlieferant davon ausgehen muss, dass dieser „Peak“ erneut benötigt werden könnte und er ihn deshalb bereitstellen bzw. vorhalten muss. Was ebenfalls das Netz belastet und für den Stromproduzenten teuer ist.

 

„Peak-Shaving“

Wenn also zu bestimmten Zeiten sehr viel Energie gleichzeitig benötigt wird (z. B. beim Anlaufen von Maschinen), entstehen Lastspitzen, die entsprechend teuer sind, weil sie die maximale Anschlussleistung bestimmen. Wer seine Spitzen kappt („Peak-Shaving“) reduziert diese Bedarfe und damit die Stromkosten.

 

So hilft ein Batteriespeicher

Ziel sollte es also sein, Lastspitzen vorab zu erkennen und zu vermeiden.
Ein Energiemanagementsystem überwacht den Verbrauch und signalisiert, wenn die Leistung eine kritische Schwelle erreicht. Statt den jetzt zusätzlich benötigten Strom aus dem Netz zu beziehen, liefert der Batteriespeicher kurzfristig diese Energie.
Die Folge: Die Netzlast bleibt unter der vereinbarten Grenze. Höhere Bezugskosten werden vermieden.

 

Lastspitzen kappen – Durch kurzfristige Energie aus dem Batteriespeicher. Bild: © DigitalSpace/AI - stock.adobe.com Lastspitzen kappen – Durch kurzfristige Energie aus dem Batteriespeicher. Bild: © DigitalSpace/AI - stock.adobe.com

 

Aufladung in Schwachlastzeiten

Der Speicher, der die Spitzenlast puffert oder „rasiert“ (shaving) wird zu Zeiten niedriger Last und günstiger Strompreise wieder geladen, sodass dafür geringe Kosten anfallen.

 

Die Vorteile liegen auf der Hand

  • Kostensenkung: Reduzierte Leistungsspitzen, d.h. geringere Netzentgelte.
  • Netzentlastung: Weniger plötzliche Lastsprünge.
  • Integration erneuerbarer Energien: Überschüsse können gespeichert und für Peak-Shaving genutzt werden.

 

So funktioniert‘s:

Ein Betrieb hat eine maximale Netzlast von 500 kW. Bei Produktionsstart steigt diese Last kurzfristig auf 600 kW. Ohne Speicher werden die 600 kW Anschlussleistung abgerechnet. Mit Speicher kommen die 100 kW aus der Batterie und die Netzlast verbleibt bei 500 kW.

 

Ihr Ansprechpartner:

Jürgen Reich

Leitung Key Account Management
T 02921.392-230
J.Reich@stadtwerke-soest.de